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Shizen – Natürlichkeit

shizen.jpg

An manchen Tagen, in manchen Situationen ist es Zeit für einen Neubeginn. Das kann an alten Dingen anknüpfen, oder es kann Geschehenes wiederholen und gutmachen – aber was passiert ist, läßt sich nicht ändern. Wo man vor Verzweiflung und Resignation vor einer Wand des Aufgebens steht, kann sich eine Tür öffnen. Dahinter mag Licht sein, oder auch Dunkelheit.

Beim BuyuKai habe ich große Fortschritte gemacht, viel dazugelernt und eine neue Sichtweise auf die Dinge erlebt. Es gibt nicht einen festen Weg, den man selbst bestimmt, sondern es gibt viele Wege, die auch der Gegenüber wählen kann. Trotzdem kann man, mit dem richtigen Angriffspunkt, souverän aus der Sache gehen. Das ist Shizen, Shizen Shinden Fudo Ryu, Die Natürlichkeit aus der Schule des unbewegten Herzens. Tolles Wort.
Ich hab viel Lob bekommen, viele haben mich für einen Danträger (einen Schwarzgurt) gehalten. Ich bin aber nur 7. Kyu, also ein relativ niederer Schülergrad. Aber ich wurde auch getroffen, mit der Faust, dem Schwert und im Geiste.

Nun stehe ich vor einer Wegkreuzung, und wenn es nicht eine einzige ist, sind es unendlich viele. Ich bin betrunken von etwas nahezu unerreichbarem, süchtig von einem bloßen Gedanken, der mir wohl für immer verwehrt bleiben wird, uind dennoch bin ich nicht bereit, davon die Finger zu lassen, nicht einmal, einen Ersatz zu suchen. Alles, was ich sehe, wird von diesem Gedanken eingenommen.
Und jetzt beginnt dieser ferne Gedanke, so unendlich weit weg, seinen eigenen Weg zu gehen. Warum, frage ich dann, warum finde ich das gut? Warum lasse ich ihn ziehen? In welche Richtung für der neue Weg?

Wenn ich nicht bald dasselbe tue, werde ich ich allein stehen. Vor einer Wand, vor einer Tür, hinter der Dunkelheit oder Licht wartet. Oder Halbschatten. Ich behalte also den Gedanken und trage ihn bei mir, bis sich unsere Wege wieder kreuzen. Ein Bild von einer Sache ist mehr als nur eine Erinnerung, eine Hoffnung mehr als traurige Gewißheit – und dies allein reicht mir.

Mit altem Gedanken
an einen Neubeginn
gehe ich also meinen Weg.
Verlaß mich nicht, wohlige Wärme,
bleibe bei mir als ein Licht
in finsterer Dunkelheit.
Magst du auch jetzt versteckt sein,
Freund,
so wirst du dann
in jener Stunde leuchten,
da wir gemeinsam
ein weiteres Stück des Weges nehmen.

1.7.06 20:51


kutsurogeru – verlieren

An manchen Tagen gewinnt man vieles. Freunde, Anerkennung, Geld, Liebe, Hoffnung, Erfahrung, Mut. Viel öfters aber, scheint es mir im Moment, gehen jene Dinge verloren, die gewonnen werden.

Sehr oft verliert man Dinge, die neu sind, relativ schnell. Das ist normal und jeder kann es verkraften. Ich persönlich kann mit solchen Situationen gut umgehen, weil ich schon so lange kenne. Aber ich merke auch, daß ich dann nicht zugeben will, daß ich es verloren habe, wenn ich es schon zu lange bei mir getragen habe. Und deswegen verliere ich es auch nicht wirklich. Alles, was mir dann fehlt, ist das, was mir durch den vermeintlichen Verlust genommen wird.

Manchmal ist das in ordnung. Manchmal hat man die Möglichkeit, so etwas wiederzufinden, was verloren geglaubt ist. Häufiger vergißt man nach einiger Zeit, das es überhaupt verloren gegangen ist und erinnert sich nur noch selten daran.
Und manchmal fühlt man sich durch den Verlust so leer, als hätte man das verlorene freiwillig gegeben, als fehlte ein großer Stein in einem tragendem Fundament, als wäre das Herz aus der Brust des rasenden Drachen geschnitten worden.

Dann verzweifelt man am Verlust.

Und die Gefahr ist, daß ich diese eine Sache dennoch sicher in meinem Herzen trage, so lange, bis der Vorhang fällt.

9.7.06 20:38


Ka – Feuer

Ka. Loderndes Feuer. Anderen den Willen aufzwingen.

Ka. Brennende Wut. Glühende Leidenschaft. Glimmende Hoffnung.

 

Ka.

Berstende Eifersucht.

16.7.06 21:42


Gikei – Muster

 

Das Leben ist wie ein Muster. Ein einzelnes Pigment ist einfarbig, doch in der Vollkommenheit ist es ein wunderbares Meer aus hunderten und aberhunderten Tönen.

Das Leben ist auch wie ein Puzzle. Ein Puzzle wird in den Ecken begonnen, und bis es fertig ist, entstehen immer wieder kleine Verbindungen, die auch wieder auseinandergehen können, weil sie nicht passen.
Das Bild eines Puzzles erkennt man erst kurz bevor es fertig gestellt wird.

21.7.06 16:39


Hasami bune



Endlich ist das Schuljahr vorbei. Endlich hab ich es geschafft, all diese Hürden zu erklimmern. Ich habe sie alle genommen. Ich habe all jene besiegt, die meine sichere Niederlage vorrausgesagt haben. Ich habe hart gekämpft, und ich habe den Kampf gewonnen.

Jetzt sind Ferien. Jetzt habe ich endlich Zeit für alles, was ich das ganze Jahr lang nicht konnte. Endlich kann ich wieder fischen gehen, dreimal in der Woche zum Training fahren... Ich fühle mich das erste Mal seit scheinbar tausend Jahren befreit, so, als hätte ich meine Ketten abgeworfen, als hätte ich meine Füße schon viel zu lange nicht mehr bewegt.
Doch jetzt spüre ich frische Luft durch meine Lunge strömen, frische Kraft durch meine Adern fließen. Es ist, als hätte man mir eine Maske vom Gesicht gerissen. Ich bete, daß ich das auch alles nutzen kann, um aus dem alten Loch auszusteigen.

Zum Titel – das Hasami Bune war ein kleines, faltbares Boot, mit dem hauptsächlich Lasten über tiefe Gewässer wie Seen, kleinere Flüsse, Häfen oder auch Burggräben gebracht wurden. Ich werde – metaphorisch ausgedrückt – ein genau solches Boot brauchen, um viele schwere Dinge und mich selbst über den Tiefen See der Freizeit zu bringen, damit ich am Anfang des nächsten Jahres nicht in das selbe Loch falle, in dem ich bisher immer war.
29.7.06 11:08





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