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Sokonuke – bodenlos

Kennt ihr Keksschachteln? Diese Dinger, wo knusprige Knabberviecher rauskommen und immer irgendwann leer sind?

Manchmal hat man sich zuviel aus der Schachtel genommen. Dann will man es wieder zurücktun ... doch immer, wenn ich das versuche, ist der Boden weg. Ich lege Dinge rein, aber sie flutschen unten durch und sind weg, lösen sich in Wohlgefallen auf. Alle meine Kraft verschwindet in einem Loch. Und ich weiß nicht einmal, ob ich schuld bin, weil ich die falsche Öffnung nehme, oder ob man mir eine Schachtel mit zwei Öffnungen verkauft hat.

13.9.06 21:33


Oni – Dämon

Manchmal fühle ich es wie einen giftigen Teufel in mir, wenn ich wütend werde. Ich bin so sauer, daß ich vor nichts Halt mache, und meine einzige Hoffnung ist, den Dämon schnell unter Kontrolle zu bringen, ihn in meinen Käfig zu sperren, ihm tonnenschwere Ketten anzulegen. Ich spüre ihn noch lange vor Wut und Raserei brüllen, bis er irgendwann verstummt.
Er verstummt, bis er sich wieder losreißt und mich von neuem als sein Spielzeug gebraucht, und ich leidenschaftlich mit ihm brenne. Die Sache mit Ka.

Ich hoffe, daß die Wunden, die ich geschlagen hab, schnell wieder verheilen. Und ich hoffe, daß ich den Oni heute nicht umsonst aus seinem Käfig befreit habe.
Ich bete, daß ich nichts verloren habe.

17.9.06 21:26


Shikin Haramitsu Daikomyô

Eine Woche Kollegstufe! Ich glaube, noch nie so viele stunden in der Schule verbracht zu haben wie in den letzten sieben Tagen, aber genaugenommen ist wahnsinnig viel ausgefallen. Trotzdem bin ich schon zweimal bis fünf in der Schule geblieben. Die Tage vergehen wie im Flug, und die Arbeit geht mir so leicht von der Hand wie nie zuvor, selbst diese furchtbar gräßlichen Mathehausaufgaben.
Die Kollegstufe ist für mich ein komplett neues Kapitel, auch für meine Persönlichkeit. Ich möchte erwachsener werden, besser mit Problemen umgehen können, eine bessere Arbeitsmoral kriegen. Und vor allem überall fünfzehn Punkte abräumen. Wenn ich hart genug arbeite, schaff ich das. Freizeit hab ich ja sowieso nicht.

Shikin Haramitsu Daikomyô heißt stark vereinfacht "Ich bitte um Gesundheit und Erleuchtung". Jedes Mal vor einem Budô-Training sitzen alle Schüler und Lehrer mit untergeschlagenen Beinen und gefalteten Händen in Richtung der Stirnseite des Dojos, reiben die Hände, sagen den Spruch, klatschen zweimal, verbeugen sich und klatschen nocheinmal. Das ganze ist eine Meditationsübung. Alles, was vorher im Kopf war, wird mit einem Wisch beiseite geschoben und macht Platz für das folgende Training. Vielleicht hilft es mir auch in der Schule, ruhiger zu werden. Ich brauche viel Ruhe, um die viele Anstrengung zu verkraften.

Ich bitte um Gesundheit und Erleuchtung. Nicht nur für mich, sondern für alle, die im Schulstreß zu verzweifeln drohen. Und für dich, Jenny.

20.9.06 20:55


Chi - Blut

Glas zerbricht an einer Faust.
Freundschaft zerbricht an einer Karte.
Luft zerbricht an Wut.
Der Dämon zerbricht den Menschen.

Nun, Dämon, hast du das Blut deines Freundes im Gesicht und an den Händen. Sieh in den Spiegel, du Stück Dreck.

23.9.06 23:41





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