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Folgende Geschichte stammt von Shihan Ed Martin 10. Dan Kugyo Happo Biken. Sie wurde in der ersten Augabe des kostenlosen Newsletters "Ninpo News" von Stefan Filus abgedruckt. Ed Martin zufolge stammt diese Geschichte aus den alten Sufi Traditionen und soll uns etwas über unseren Weg als Schüler und unser Eigenstudium in den Kampfkünsten lehren.

Vor langer Zeit begab es sich, dass sich ein alter Meister der Kampfkünste für ein paar Wochen von der Hektik der Großstadt zurückziehen wollte und deshalb aufs Land fuhr. Er hatte von einem Dorf gehört das abseits und wunderschön gelegen war. Dort angekommen suchte er eine Unterkunft und fand diese im Hause eines armen Bauern. Dieser nahm ihn freundlich auf, gab ihm ein schönes Zimmer, bekochte ihn und sorgte sehr zuvorkommend für das leibliche Wohl des Meisters.
Jeden Tag verließ der Meister das Haus um weite Spaziergänge durch die Felder und Wälder der Umgebung zu machen und kehrte meist erst in den Abendstunden zum Hofe des Bauern zurück wo ihn dieser bereits mit dem Essen erwartete.
Als der Tag der Abreise gekommen war sprach der Meister zu dem Bauern: „Ich will mich bei Dir für Deine Freundlichkeit bedanken,“ und gab ihm einen kleinen Sack gefüllt mit Saat. „Hebe diese Saat gut auf. Lagere sie trocken, getrennt von der übrigen, und pflanze sie im nächsten Frühjahr auf Deinem besten Feld. Wenn Du tust was ich sage und diese Körner nicht mir anderen mischt, so wirst Du eine besonders gute Ernte haben. Ich werde Dich nächstes Jahr wieder besuchen kommen, wenn es Dir recht ist.“
Der Bauer befolgte die Anweisungen des Meisters und als dieser im folgende Jahr wieder kam sagte er: „Meister, es ist wie Du es gesagt hast: Deine Saat wuchs besonders prächtig heran und bald werde ich eine sehr gute Ernte einfahren können.“ Der Meister lächelte und wurde freundlich von dem Bauern aufgenommen. Auch in diesem Jahr unternahm der Meister ausgedehnte Wanderungen und gab dem Bauern wie ihm Jahr zuvor beim Abschied einen kleinen Sack „magischer Saat“. Dies wiederholte sich einige Jahre bis der Bauer dank der Hilfe des Meisters zu einigem Vermögen gekommen war. Da er sich das Geheimnis der Saat nicht erklären konnte fragte er den Meister eines abends: „Meister, Du hast mir und meiner Familie sehr geholfen – was ist das Geheimnis dieser Saat? Woher stammt sie?“
Der Meister lächelte und sagte: „Lieber Bauer, diese Saat habe ich von Dir. Ich habe auf meinen Wanderungen durch Deine Felder die größten und besten Saatkörner gesammelt und sie Dir gegeben. Alles was Du brauchtest, kam von Dir selbst. Ich habe Dir nur gezeigt was Du besonders hegen und pflegen solltest, um Erfolg zu haben...“

 

 

 

 

 

 

 

Wann immer man traurig, unglücklich, krank, verwundet oder verzweifelt ist, sollte man sich an diese fünf Gebote erinnern:

  1. Vergiss deine Trauer, Wut, Neid und Hass. Lass sie vorbeiziehen wie Rauch in einem Atemzug. Gib dich solchen Gefühlen nicht hin.
  2. Weiche nicht vom Pfad der Rechtschaffenheit ab. Du solltest ein Leben leben, das einem Menschen würdig ist. Diese einfache Philosophie ist es, die von Weisen seit vielen Zeitaltern wiederholt wird. […]
  3. Halte nicht an Gier, Luxus oder deinem Ego fest. Wenn du die Kampfkünste nur für dein eigenes Interesse lernst und immer versuchst von anderen abhängig zu sein, weil es einfacher ist, sonst wirst du von diesen Wünschen kontrolliert – selbst wenn du einen hohen Rang in den Kampfkünsten erreicht hast. Diese drei Wünsche verzerren nicht nur die Kampfkünste sonder auch die Menschlichkeit. Wenn Menschen sterben, gibt es zwei Wege zum Tod: Freude und Leid. Freude ist hier im himmlischen Sinne gemeint, und nicht Vergnügen oder Vergangenheit. Wenn man diese Stufe im Leben erreicht hat, erkennt man sein wahres Ziel im Leben.
  4. Du solltest Leiden, Trauer oder Hass so wie sie sind akzeptieren und sie als Chance des Allmächtigen für eine Prüfung ansehen. Es ist der nobelste Geist im Ninpô alles als Segen der Natur anzusehen. Wenn du versuchst etwas durchzusetzen, wird dein guter Wille manchmal von einigen Leuten, die von ihrem eigenen Egoismus besessen sind, als schlecht dargestellt. […]
  5. Sei mit beidem, deiner Zeit und deinem Geist voll im Budô engagiert und sei mit deinem Geist tief auf Bujutsu ausgerichtet. Lies zwischen den Zeilen der Geschichte des verstorbenen Takamatsu […] und du wirst die Einstellungen und Methoden lernen, die du im Ninjutsu-Training beachten solltest. […]

 

Masaaki Hatsumi

 

Ich trainiere Ninjutsu seit dem 26. Juni 2005 im Tendokan Dojo in München.

Was ist Ninjutsu?

Die Kampfkunst – nicht Sport – "Bujinkan Budo Taijutsu" besteht aus neun traditionellen Kampfkunstschulen ("Ryu" ), sechs Samuraischulen und drei Ninjaschulen.

Ninjutsu in seiner heutigen Form beinhaltet hauptsächlich den waffenlosen Kampf, aber auch Techniken mit Schwert, Stock- und Lanzenwaffen (Bo, Hanbo, Yari, Naginata), Ketten- und Wurfwaffen sowie chemischen Waffen wie Blendpulver etc.




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